Dolibarr Version 14 ist nun verfügbar

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Wir haben lange nichts von uns hören lassen. Urlaubszeiten und eine Menge zu tun waren die Gründe dafür. Jetzt wollen wir uns mit einem neuem Statusupdate zurückmelden.

Dolibarr hat vor gut einer Woche die Version 14 released. Wir haben natürlich das zum Anlass genommen diese Version auf Herz und Nieren zu testen. Es gibt einige große Veränderungen in diesem Softwarepaket, die wir hier kurz darstellen wollen.

Als erstes fällt auf, dass ein neues Modul Einzug gehalten hat: das Recruitment-Modul. Das ist das Modul welches seit der Version 13 im unstable Status bereits enthalten war und wir – das müssen wir zugeben – mit großen Erwartungen sehnsüchtig entgegen gefiebert haben. Wir hatten in der 13er Version schon einmal einen Blick in dieses Modul geworfen und waren zu diesem Zeitpunkt froh, dass es noch im Status unstable war.

Leider gibt es in der 14er Version aus unserer Sicht keine wirklichen Gebrauchsmöglichkeiten für dieses Modul. Hier fehlt es definitiv an Prozessgedanken seitens der Programmierung. Eine Verknüpfung zu bestehenden Benutzern, die ja auch Betandteil der Mitarbeiter sein können, gibt es leider nicht. Jetzt kann man dieses mit Extrafeldern lösen, was auch funktioniert, aber umgekehrt sieht man (noch) nicht in den Jobbeschreibungen, welcher der Mitarbeiter hier bereits arbeitet. Gut – offiziell wird es auch Stellenbeschreibungen genannt anstelle von Jobbeschreibungen – aber genau hier liegt der Hase im Pfeffer begraben. Eine solche Beschreibung ist ja nicht nur für die Stellenausschreibung relevant, sondern auch für die Stelleninhaber. Gerade DIN-ISO-9001 zertifizierte Unternehmen werden hiermit ihre Probleme haben. Dennoch ist es eine gute Funktion, um Stellenausschreibungen zu erfassen und das Bewerbungsmanagement damit abzubilden. Es gibt sogar ein Webfrontend, welches das direkte zumailen von Bewerbungsunterlagen zulassen würde. Auch existiert ein email-Collector-Job, der Bewerbungen automatisch aus diesem Postfach lesen kann.

Die nächste große Veränderung ist im Point-of-Sale zu sehen. Froh sind wir hier, dass es viele nützliche Funktionen jetzt gibt – wie beispielsweise Gutschrift-Quittungen direkt aus dem PoS, Produktgruppierungen oder gar der Verkauf von Dienstleistungen. Besonders für Bars und Restaurants hat sich hier sehr viel getan. So lassen sich auch Produktergänzungen aus dem PoS verwalten. Insgesamt ist die Gestaltung der Administration des PoS übersichtlicher geworden. Das finden wir gut.

Für die Migration auf die Version 14 müssen sich nun die Kunden, die das vereinfachte PoS genutzt haben, Gedanken machen, wie dieses nun in das neue PoS überführt wird. Das vereinfachte PoS wurde nämlich entfernt. Aus unserer Sicht nicht dramatisch, da das andere ohnehin als Kassenterminal besser geeignet war, aber wer früher dieses einfache Terminal brauchte wird nun sicherlich bei der Umstellung zögern. Wir prüfen vor jedem Update welches Kassensystem unsere Kunden verwenden und werden in dem Falle der Nutzung des einfachen PoS-Terminals explizit mit diesen Kunden das Gespräch suchen um erfolgreich eine Migration durchführen zu können.

Daneben wurden einige Kleinigkeiten geändert und ein Bugfixing betrieben. Leider gibt es immer noch Fehler, die bereits in der 13er Version, oder teilweise bereits seit der 11er Version existieren. Wir haben uns ja nun entschieden unsere Dolarias-Instanzen nur noch aus unserem eigenen Repository zu versorgen. In diesem Repository haben wir bereits für die 14er Version die Bugfixes, die wir für die Fehler aus alten Versionen erstellt haben, eingepflegt und können diese Version alsbald unseren Kunden zur Verfügung stellen.

Wir denken, dass das gesamte Projekt Dolibarr mit der 14er Version einen großen Schritt in eine gesamtheitlich professionelle ERP-Lösung gegangen ist und auch größere mittelständische Unternehmen von einer preiswerten ERP-Alternative profitieren können. Wir stehen Ihnen auf jeden Fall zur Verfügung und begleiten auch Sie bei der Migration von Ihrer bestehenden ERP-Lösung zu Dolibarr.