Was ist eigentlich die Digital Business Transformation?

Themenreihe: Digitale Transformation

Immer wieder lesen und hören wir von Schlagwörtern wie Arbeiten 2.0, Industrie 4.0, IoT oder Internet of Things, digitale Business Transformation. Aber was steckt dahinter? Was ist das überhaupt? Und welchen Nutzen habe ich als Unternehmer davon?

Wikipedia definiert das so: “Die Digitale Business Transformation verändert langfristig durch die Möglichkeiten und Potenziale digitaler Medien und des Internets das Fundament jedes Unternehmens in seiner Strategie, Struktur, Kultur und seinen Prozessen. Es wirkt sich in der Organisation über das Change Management aus. Mit Digital Business Transformation begegnen Unternehmen den Veränderungen des Digitalzeitalters, dem Digital Age.” (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Business_Transformation). Klar soweit?

Sicherlich nicht wirklich, denn was soll man von so allgemeinen und hochtrabenden Worten halten. Die Marketing-Menschen sagen “Machen Sie Social Media Werbung!”, die Entwickler entwickeln Kühlschränke, die selbst den Inhalt nachbestellen, sobald ein Schwellwert unterschritten ist, das Auto fährt alleine, die Kaffeemaschine bringt den Kaffee an den Schreibtisch – äh nein. Klar möglich wären so viele Dinge, doch beschreibt das unserer Meinung nach nicht wirklich, was nun hinter der Digital Business Transformation steckt.

Wir haben das Thema einmal bei uns intern komplett auseinander genommen. Unzählige Meetings mit Marketing und bei uns beschäftigten IT-Beratern, in denen Ideen, Definitionen und vor allem der Nutzen auseinander genommen wurde, führten zu einem Bild am Flipchart, wie es Picasso hätte nicht besser malen können. Ach übrigens – unser Flipchart ist digital – bedeutet das nun, dass wir die digitale Business Transformation schon vollzogen haben? Wohl kaum. Doch bevor wir darüber reden, bleiben wir bei der Definition.

Durch die Erstellung unserer Flipchart-Bildes wurde uns schnell klar: die digitale Business Transformation ist kein rein technisches Thema. Die Technologie ist lediglich die Grundlage für die Umsetzung. Aber damit gehen grundlegende Veränderungen einher, die sicher und solide umgesetzt werden müssen, um langfristig zu funktionieren. Diese Veränderungen brauchen technologisch ein solides und stabiles Fundament. Doch was sind diese Veränderungen?

Schaut man sich das Bild in Ruhe an, dann wird schnell klar: Dreh- und Angelpunkt der digitalen Transformation ist schlichtweg der Mensch selbst. Also muss man sich zunächst über den Menschen, also Ihrer Zielgruppe Gedanken machen. Und dabei betrachten Sie nicht nur das Hier und Jetzt sondern denken auch bitte an die Zukunft und den demografischen Wandel. Zusammenfassend lässt sich folgendes schlussfolgern:

Das menschliche Leben verändert sich nicht wirklich durch die digitale Transformation.

Das ist nun einmal im Ganzen gesprochen so nicht richtig, aber an der Basis stimmt es. Denn wir werden immer morgens unsere Brötchen essen wollen, ein Haus bewohnen oder ein schickes Auto fahren wollen. Wir brauchen Kleidung, wollen Reisen und uns weiterentwickeln. Somit ändert sich durch die digitale Transformation erst einmal gar nichts. Aber: die Art der Kommunikation und Kundenansprache, die Art wie wir miteinander arbeiten, Wissen beschaffen, einkaufen, Vergleichen und uns informieren ändert sich grundlegend (besser gesagt: hat sich grundlegend geändert). Die Gesellschaft hat gelernt mit Facebook, Twitter und Co umzugehen. Man genießt die Vorzüge kurz mal im Geschäft noch einen günstigeren Anbieter über das Internet zu suchen. Genau an dieser Stelle ändert sich der Markt und das Verhalten. Nicht mehr der Unternehmer hat es in der Hand ob sein Angebot angenommen wird oder nicht, sondern der Kunde kann aus einer wesentlich größeren Anzahl von Anbietern das für ihn beste Angebot herausfinden. Die Regionalität erweitert sich auf unseren Planeten oder wie hieß es einst bei James Bond: Die Welt ist nicht genug!

Zudem verändern sich die Ansprüche der “nachwachsenden” Generation. Waren es früher Prestige, ein gutes Gehalt und ein schicker Firmenwagen die darüber entschieden, zu welchem Unternehmen der potentielle Mitarbeiter geht, sind heute eher Work-Life-Balance, Homeoffice und virtuelle Teams an der Tagesordnung. Unternehmen, die dieses nicht bieten können, sind unattraktiv. Und: Es ergeben sich durch diese Form der Arbeitswelt sogar neue kosteneffiziente Chancen – beispielsweise für weltweiten 7×24 Support.

Kommen wir nun also wieder zurück zur Definition: Ziel ist es nun also, die Wertschöpfungskette eines jeden Unternehmens um den digitalen Einfluss  zu erweitern, um den Menschen es so einfach wie nur möglich zu machen, etwas einzukaufen oder für dieses Unternehmen zu arbeiten. Im übrigen finden Sie auf unserem Bild neben Unternehmen, Gesellschaft und Privathaushalten auch den Staat wieder. Selbst für den Staat gilt die digitale Transformation.

Wir wollen hier nun einmal versuchen die Definition mit unseren Worten praxisgerecht umzusetzen. Versuch einer Definition: Digitale Business Transformation ist nun also die Erweiterung der bestehenden Kanäle zur Kunden-/Mitarbeitererreichung (Allgemeiner: Erreichung der Menschen) und deren Bindung durch digitale Technologieen. Je einfacher es dem Kunden bzw. Nutzer ist, Leistungen in Anspruch zu nehmen, desto eher wird dieser diese Leistungen auch nutzen.  Klassische Strukturen gehören aber vorerst nicht ganz der Vergangenheit an. Menschen brauchen auch den persönlichen Kontakt um gewisse Angelegenheiten regeln zu können. Das darf man nicht aus den Augen verlieren. Dreh und Angelpunkt der Digital Business Transformation ist also der Mensch. Und damit kommen wir direkt zum nächsten Thema, der digitalen Kompetenz.

Lesen Sie nächste Woche: Was ist digitale Kompetenz? Wie baut man diese auf? Welche Anforderungen wird an Mitarbeitern und Unternehmen gestellt?

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