Outsourcing – typische Fehler!

Probleme, die bei falschem Outsourcing entstehen.

Outsourcing ist eine feine Sache. Da ja IT grundsätzlich nicht zum Kerngeschäft eines jeden Unternehmens zählt ist es verständlich, daß viele Unternehmen Ihre IT ganz oder teilweise an IT-Service-Unternehmen oder in die Cloud outsourcen. Schließlich lassen sich Synergien nutzen, die auch einen positiven Kosteneffekt aufweisen können.

Aber eben mal einfach so outsourcen ist zu kurz gedacht. Als grundsätzliche Vorbemerkung sei hier erwähnt, dass auch die IT-Service-Partner Wirtschaftsunternehmen sind und Gewinne erzielen möchten. Damit wird auch klar, dass das Kerngeschäft eines IT-Service-Partners, die Erbringung von IT-Services, absolut separat von Ihrem Geschäftsmodell betrachtet werden muss. Hier kann es schon einmal zu einem Spannungsverhältnis kommen.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten seine IT outzusourcen. Der einfachste Fall ist sicherlich, man gibt einfach alles in die Hand eines Service-Providers. Hierbei erleiden Unternehmen recht schnell den Verlust des Überblicks über die bestehende IT-Landschaft und was noch schlimmer ist, über Ihre Applikationslandschaft, die ja maßgeblich zur Unterstützung von Geschäftsprozessen ist. Dieses geschieht aus der einfachen Tatsache heraus, dass man die Knowhow-Träger aus der ursprünglichen Aufgabe des IT-Managements entlassen hat. Aber genau dieser Personenkreis würde in zwei, drei, fünf oder mehr Jahren helfen, die Applikationslandschaft des Unternehmens gewinnbringend zu formen um so auf Zukunftschancen sinnvoll zu reagieren.

Der andere Outsourcing-Fall ist ein Teil-Outsourcing an IT-Service-Provider. Hierbei werden Teile der IT zu Service-Partnern übergeben. Das könnten zum Beispiel der Online-Shop, der Betrieb der Webseite oder auch das CRM-System sein. Alle anderen Systeme verbleiben in der hauseigenen IT-Abteilung. Hier werden sofort oder unmittelbar nach dem Teil-Outsourcing Schnittstellen-Probleme bekannt. Schließlich müssen die Daten in allen Systemen verarbeitet werden, damit die Geschäftsprozesse vollumfänglich unterstützt werden können. Ist das nicht der Fall, so entstehen Insellösungen und machen die Zukunftskompatibilität des Unternehmens und damit seine Chance sinnvoll auf neue Begebenheiten reagieren zu können zu Nichte. Somit bezahlt man am Ende die entstandene Kostenerspanis mit teurem Geld.

Eine weitere Variante ist der Einkauf von Cloud-Services. Dieses kann mit dem des Teil-Outsourcing gleich gesetzt werden, wenn man SaaS als Cloud-Dienst einkauft. SaaS bedeutet dabei Software as a Service. Es gibt unzählige Beispiele hierfür, die teilweise für schmales Geld angeboten werden. Ausserdem ist diese Form der Cloud-Nutzung eine sehr interessante und beliebte Form da schnell, ohne großen Aufwand Anwendungen zur Unterstützung von Geschäftsmodellen genutzt werden können. Die Frage, die man sich stellen muss ist, was mit den eigenen Daten passiert und wie der Business Continuity-Fall, also der Fall der fortführenden Geschäftsaktivität im Falle eines IT-Notfalls, gestaltet ist. Hieran wird leider oft nicht gedacht.

Eine weitere Möglichkeit IT-Services aus der Cloud zu beziehen sind IaaS und PaaS – also Infrastructure as a Service und Platform as a Service. Bei IaaS werden gesamte IT-Infrastrukturen aus der Cloud eingekauft. Man kann mit IaaS praktisch sein gesamtes eigenes Rechenzentrum virtuell in der Cloud nachbilden. Inklusive Netzwerk-Verbindungen, Firewalls, Loadbalancer usw.. Man lagert praktisch sein eigenes Rechenzentrum in die Cloud aus. Interessant dabei ist, dass es unterschiedliche Betriebsmodelle gibt. Zum einen ist es möglich sein eigenes virtuelles Rechenzentrum selbst zu betreiben oder Aufgaben an den Cloud-Provider auszulagern. Bestes Beispiel für den Service IaaS ist die Amazon Cloud AWS.

Der andere Service PaaS, also Platform as a Service, ist da einfacher gestrickt. Man kauft Plattformen, also Server und Appliances virtuell ein, die dann Ihren Dienst verrichten. Je nach Anbieter gibt es auch hier verschiedene Betriebsmodelle, angefangen von der reinen Lieferung von virtuellen Servern, die dann selbst betrieben werden müssen, bis hin zu Betriebsmodellen bis Oberkante Betriebssystem. Welche sinnvoll ist, muss jeder selbst für sich entscheiden.

Für welche Outsourcing-Variante Sie sich auch immer entscheiden wollen, wichtig ist dabei, dass Sie niemals ganz auf IT-Knowledge in Ihrem Unternehmen verzichten können. Je nach Outsourcing-Variante brauchen Sie mehr oder weniger IT-Knowledge. Grundsätzlich immer brauchen Sie aber eine IT-Mannschaft, die Ihre Geschäftsprozesse und Business-Strategie kennen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Sie auch in der Zukunft noch eine schlagfähige IT-Landschaft besitzen und Ihre Geschäfsprozesse sinnvoll unterstützt werden.

Hilfe beim Outsourcing!

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