Digitale Kompetenz – Grundstein der digitalen Business Transformation

Themenreihe: Digitale Transformation

Letzte Woche haben wir den Versuch einer verständlichen Definition des Themas unternommen. Heute wollen wir uns darüber unterhalten, was es denn braucht, um das Thema ins eigene Unternehmen zu bringen und umzusetzen.

Grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass es vier Kernbereiche bei der Umsetzung der Digital Business Transformation gibt:

  1. Digitale Kompetenz
  2. (Digitale) Strategie
  3. Technologie
  4. (IT-) Sicherheit

Fangen wir mit dem Thema Digitale Kompetenz an. Was kann man darunter verstehen?

Unserer Meinung nach geht es hierbei um weit mehr als nur die Fähigkeit mit digitalen Werkzeugen umgehen zu können. Sprich mehr, als zu wissen, wie man eine E-Mail schreibt und versendet, mehr als das wie man ein Papierdokument digitalisiert und abspeichert, mehr als das wie man bei Google und Co etwas sucht.

Durch die mit diesem Thema einhergehenden Veränderungen in unserer Arbeitswelt werden auch weitere mentale Fähigkeiten erwartet. Die allgemein als Soft Skills bekannten Fähigkeiten wie Teamorientierung, Selbstmotivation usw. müssen auf die neuen Bedingungen eingestellt werden. Warum?

Das Arbeitsleben bekommt die Möglichkeit, unabhängig von Raum und Zeit arbeiten zu können. Durch die Digital Business Transformation kann das auch für das Unternehmen einen integralen Bestandteil der Unternehmenskultur werden. Das muss als solches auch akzeptiert werden. Fehlt es genau an dieser Stelle schon an Verständnis, dann ist die digitale Transformation bereits gescheitert, bevor diese überhaupt begonnen hat.

Wir kennen Unternehmen, in denen dieses der Fall ist. Langfristig ist es für diese Unternehmen nur schädlich, sich diesem Thema zu verschließen. Nachrichten, wie die kürzlich zur Insolvenz von Beate Uhse, könnten die fatale Folge sein. Die Gesellschaft ist erstaunt, dass solche namhaften Unternehmen plötzlich am Ende sind. Allgemein heißt es dann in den Zeitungsartikeln “man habe das Online-Geschäft” unterschätzt. Beim gezielteren Hinsehen wird klar: man hat das Thema Digital Business Transformation nicht verstanden.

Deswegen ist die digitale Kompetenz ungemein wichtig und muß im Unternehmen aufgebaut werden. Beim Chef, beim Vorstand, bei jedem einzelnen Mitarbeiter. Und wir hören sie förmlich schon, die stimmen, die jetzt sagen “Blödsinn, wir alle haben digitale Kompetenz”. Aber sprechen wir einmal über das Thema virtuelle Zusammenarbeit. Wie ist da plötzlich die allgemeine Meinung?

Genau aus diesem Grund gehören die folgenden Kenntnisse unserer Meinung zur digitalen Kompetenz:

  • Umgang mit digitalen Medien: Wir glauben es ist jedem klar, was damit gemeint ist: Erstellen, Öffnen, Speichern, Wiederfinden von digitalen Dokumenten aller Art (Dokumente, Kalkulationen, Videos, Mails, usw.)
  • Digitale Kommunikation: Wie kommuniziere ich digital? Damit meinen wir unter anderem natürlich Mail, Chat, Foren, aber auch wie man beispielsweise das Softphone nutzt. Mailkommunikation finden wir heute in jedem Unternehmen. Wie sieht es mit Chats aus? Werden Unternehmensinterne Informationen per Mail verteilt, oder gibt es da auch andere Wege (und wir meinen nicht in Papierform)?
  • Natürlich die Nutzung digitaler Werkzeuge: Angefangen von der Applikationslandschaft, wie den Klassikern Word, Excel, Powerpoint, bis hin zu Tools, wie Packprogramme, Online-Formulare und vieles mehr.
  • Und nicht zuletzt Wissen zu Datensicherheit und Datenschutz: Jeder Benutzer sollte wissen, was er selbst tun kann, um seine Daten und die des Unternehmens zu schützen und sicher damit umzugehen. Aufklärung und regelmäßige Schulungen sind hier unerlässlich.

Neben diesen “praktischen” Fähigkeiten gehören die folgenden Soft Skills unbedingt mit in den Bereich der digitalen Kompetenz:

  • Virtuelle Zusammenarbeit: Ganz wichtiges Thema, denn wir ticken scheinbar so: Was wir nicht sehen ist nicht da. Leider ein Trugschluß, denn virtuelle Teams sind da und bedürfen genau so eine Führung wie physisch anwesende Teams. Der Unterschied ist lediglich, man lebt und arbeitet nicht an einem Ort zusammen und eventuell sogar in unterschiedlichen Kulturkreisen und Zeitzonen. Das bringt komplett neue Herausforderungen mit sich.
  • Umgang mit kultureller und sozialer Heterogenität: Wir können es uns nun einmal nicht immer aussuchen, mit wem wir zusammen arbeiten. Das ist so, wenn wir an einem Ort zusammen arbeiten und um so schwieriger, wenn wir virtuell zusammen arbeiten. Allein durch die Tatsache, dass man sich physisch nicht sieht, entsteht oftmals eine ungewollte Barriere und/oder eine unterschwellige Gleichgültigkeit der virtuellen Teampartner untereinander. Zudem schwingen eventuelle Vorurteile gegen manche Kulturkreise, Länder oder Sozialschichten in der Zusammenarbeit mit. Auch wenn es ein Grundsatz professioneller Zusammenarbeit ist, diese Dinge beiseite zu schieben, so ist es doch menschlich, dass es sie gibt. Daher ist es ganz wichtig, jeden einzelnen Mitarbeiter hierauf vorzubereiten und seine soziale Intelligenz und Verständigung zu fördern.
  • Informelles und selbstbestimmtes Lernen: In einigen Berufsgruppen ist dieses bereits zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Schnell schwappt ein neues Thema über uns herein und wir müssen ad hoc darauf reagieren und verstehen worum es denn nun wirklich geht. Der Umgang mit den digitalen Medien und Suchmaschinen ist jedem geläufig, aber hier geht es um die Fähigkeit das Thema für sich selbst entwickeln zu können.
  • Selbstmotivation: Sicherlich der Klassiker, auch bei vor-Ort-Präsenzen der Arbeitswelt. Im virtuellen ist es aber doch etwas speziell. Beispielsweise ist man für Familienangehörige greifbar, weil man von zu Hause arbeitet. Und es ist verlockend, sich mal kurz auf dem Sofa im Wohnzimmer nieder zu lassen und mal fünf Minuten zu relaxen. Das ist auch ok, so lange man selbst wieder “anspringt” und weiter macht. Familienangehörige müssen wissen, dass man arbeitet und, auch wenn man physisch anwesend ist, man nicht verfügbar ist. Das ist eine schwierige Gradwanderung, besonders dann, wenn zu Hause kein Raum als eigenes Büro zur Verfügung steht.

Sie sehen also, die digitale Kompetenz ist unerlässlich für die digitale Business Transformation. Nur mit den richtigen Gedanken, lassen sich die Veränderungen auch durchführen.

In diesem Sinne verabschieden wir uns in die Weihnachtszeit und wünschen Ihnen eine fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit. Feliz navidad.

Lesen Sie nach Weihnachten: Die digitale Strategie. Was hat es damit auf sich? Wie entwickelt man eine digitale Strategie? Welches Ziel verfolgt man damit?

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