Willkommen in der digitalen Steinzeit

Warum die digitale Business Transformation einfach nicht funktionieren kann?

Immer wieder erhalten wir Aussagen wie “Dafür haben wir einen Dienstleister” oder “Wir betreiben unsere IT gar nicht mehr und wollen damit auch nichts mehr zu tun haben”. Soweit ganz gut und wir akzeptieren auch, wenn Unternehmen die IT nicht als Ihr Kerngeschäft akzeptieren und somit diese auch nicht betreiben wollen. Aber wir verstehen nicht, wie Unternehmen die Produktion Ihrer Geschäftsprozesse blind aus der Hand geben und dabei die Potentiale, die moderne Informationstechnik in sich trägt, verschenken. Aber vielleicht müssen wir das ja auch gar nicht.

Erst vor kurzem fiel einer unserer Consultants bei einem Kunden-Meeting förmlich vom Hocker. Es ging um eine Migration von einer Altlösung zu einer neuen, noch viel besseren Lösung. Wenn eine solche Migration durchgeführt werden soll, muss der Ist-Zustand erfasst, der Soll-Zustand definiert und die Migrationswege dahin erstellt werden. Soweit klingt alles nach einer total einfachen Migration. Wenn da nicht der Grund der Migration “Verbesserung unserer Prozesse” als Grund genannt wurde.

Und genau da stachen wir auch schon in das Hornissen-Nest. Bei der Analyse der Ist-Situation fiel uns zunächst auf, dass der Kunde aktuell kein Wissen darüber hat, wie seine Infrastruktur aussieht und somit eigentlich gar nicht bewerten kann, ob sich denn Prozesse wirklich verbessern lassen würden. Immer wieder wurde auf den Dienstleister verwiesen, der aber wiederum gar kein Interesse an der Auskunftserteilung hat. Besonders, weil der Dienstleister die neue Version gar nicht betreiben soll. Diese soll von einem anderen, neuen Dienstleister übernommen werden. Ein Umstand, der die Situation nicht gerade vereinfacht.

Und zum krönenden Abschluss soll der Alt-Dienstleister noch den First-Level-Support für die neue Lösung, die gar nicht bei ihm betrieben werden soll, übernehmen. Dabei ist diese Übernahme gar nicht möglich, da der First-Level-Support Zugriff auf das System haben muss, um Kleinigkeiten direkt überprüfen zu können. Und dieser Zugriff wird vom neuen Dienstleister nicht gewährt. Somit kann der First-Level-Support niemanls funktionieren.

Wer glaubt, die Geschichte kann es so doch gar nicht geben, der sollte vielleicht mal im eigenen Unternehmen hinter den Kulissen schauen und kritisch hinterfragen. Erfahrungsgemäß gibt es solche “Horror-Geschichten” aus vielen Unternehmen. In einem anderen Beispiel wurde der Betrieb der Netzwerk-Infrastruktur an einen Dienstleister vergeben, die Vergabe der Adressen und Definition von VLANs in diesem Netzwerk aber dem Dienstleister, der die Applikation betreibt, aufgedrückt. So entstand eine geschmeidige IT-Service-Landschaft, in der die bloße Vergabe einer einfachen IP-Adresse für das Server-Netzwerk mehrere Wochen in Anspruch genommen hat. Ganz zu schweigen von dem Koordinierungsaufwand um einen neuen Server im Rechenzentrum patchen zu lassen.

Wie dem auch sei ist es verständlich, dass ein Unternehmen mit dem Betrieb seiner IT-Landschaft nichts zu tun haben möchte. Aber er darf unserer Meinung nach niemals die Hoheit über seine IT-Landschaft soweit abgeben, dass kein Wissen mehr hierüber existiert. Die digitale Business Transformation ist ohne dieses Wissen schwer bis unmöglich. Dagegen Abhilfe schafft eine kluge Outsourcing-Strategie, die sich in jedem Unternehmen einfach etablieren lässt.

Grundstein einer erfolgreichen Digital Business Transformation

Grundlage einer erfolgreichen Digital Business Transformation ist eine schlagkräftige und flexible IT-Landschaft, die durchdacht die Geschäftsprozesse produziert. Brauchen Sie bei der Planung und Migration Ihrer IT-Landschaft Hilfe? Wir unterstützen Sie gerne.